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Das Projekt »Nazi-Terror gegen Jugendliche – Verfolgung und Deportation in der Region Freiburg« wurde erfolgreich abgeschlossen.
Die Bild- und Texttafeln (weiße PVC-Bahnen 70 x 125–165 cm) stehen als Wanderausstellung zur Verfügung.
Informationen: Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg
Telefon 0761 / 3 19 18 – 0
mail@katholische-akademie-freiburg.de
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Im Rahmen des Folgeprojekts
»Das Schicksal der Badener jüdischen Glaubens in der Nazi-Zeit«
ein Ausstellungsprojekt von Jugendlichen für Jugendliche mit Zeitzeugenbegegnungen,
sind Teile der Ausstellung vom 21. Oktober bis 22. Dezember 2010 in den Räumen der Katholischen Akademie, Wintererstraße 1 in Freiburg, zu sehen.
Näheres zu diesem Projekt und zur Ausstellung unter www.gurs-projekt.de. |
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Marion ABRAHAM, ein Schicksal von vielen
Geboren am 15. Januar 1925 in Freiburg, wurde sie am 20. Juli 1942 im Alter von 17 Jahren aus Frankreich mit dem Transport Nr. 8 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ihr Schicksal steht stellvertretend für 3 Millionen Kinder, unter ihnen Tausende jüdische und Sinti- und Roma-Kinder, die in den KZ der Nazis ermordet wurden. |
Warum das Projekt?
1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt. Das war die Machtergreifung der Nationalsozialisten (Nazis). Von diesem Zeitpunkt an war es offiziell erlaubt Juden, Sinti und Roma auf offener Straße zu beleidigen oder anzupöbeln. Diskriminierungen anderer Art folgten. Die Nazis teilten die Menschen in verschiedene Gruppen ein: zuerst verfolgten sie ihre politischen Gegner (z. B. Verhaftung kommunistischer und sozialdemokratischer Politiker in Freiburg). Dann setzten Demütigung und Verfolgung von Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuellen und anderen ein; Menschen mit einer geistigen Behinderung wurden als »Volksschädlinge« behandelt...
Die Nationalsozialisten machten auch vor Kindern und Jugendlichen aus diesen Gruppierungen nicht Halt. Die Zahl der von den Nazis ermordeten Kinder und Jugendlichen wird mit 1,5 Millionen angegeben. Allein aus Deutschland waren es zwischen 12.000 und 13.000 jüdische Kinder – auch aus der Region Freiburg.
Kaum jemand bot dem Antisemitismus und der Ausgrenzung Einhalt. So führten Ausgrenzung, Verfolgung und Deportation in den Völkermord. Heute können wir uns kaum mehr vorstellen, was Antisemitismus und Diskriminierung für die Menschen damals bedeuteten.
Wie sieht es heute aus? Gibt es auch heute in Deutschland, hier in der Region Antisemitismus, Diskriminierung und Verfolgung?
Leider ja. Immer wieder finden sich Berichte über brutale Überfälle von Neonazis auf »Ausländer« oder Schmierereien mit faschistischen Symbolen (Hakenkreuz u. ä.). Es gibt Politiker, die die Biographien von Tätern während des »Dritten Reichs« »verdrehen«.

zum Vergrößern, bitte anklicken
Auch wenn die Geschichte der Nationalsozialisten schon 60 Jahre zurückliegt, ist sie doch näher, als wir denken. Daher ist es wichtig, dass wir die Fakten, Strukturen und Zusammenhänge des Geschehenen erforschen und annehmen. Es ist notwendig, die Opfer des Nationalsozialismus zu würdigen und ihnen das Gedenken bewahren. Wir wollen zusammen mit Jugendlichen durch das Projekt »Nazi-Terror gegen Jugendliche« ein deutliches Zeichen gegen Neonazis und all diejenigen setzen, die diesen Teil der deutschen Geschichte leugnen oder verharmlosen.
Worum geht es?
Die Initiatoren des Projekts »Nazi-Terror gegen Jugendliche« wollen mit Interessierten die Schicksale von Kindern und Jugendlichen aus der Region, die während der NS-Zeit verfolgt wurden, erforschen und öffentlich zugänglich machen. Auch Lebenswege anderer Opfer aus der NS-Zeit, die mit Freiburg etwas zu tun haben, können recherchiert werden. Die auf diese Weise zusammengetragenen Lebensgeschichten werden ab 28. Januar 2008 in der Ausstellung »Nazi-Terror gegen Jugendliche – Verfolgung und Deportation in der Region Freiburg« gezeigt. Die Ausstellung ist für Schulklassen und auch für Erwachsene gedacht. Sie wird ergänzt durch eine Reihe von begleitenden Veranstaltungen (z. B. Zeitzeugengespräche, ein Diskussions¬abend, Dokumentarfilme, eine Theateraufführung, Stadtführungen »Jüdisches Leben in Freiburg vor 1933«, »Eli – Ein Mysterienspiel vom Leiden Israels« von Nelly Sachs - eine szenische Lesung).
Was können Jugendliche tun?
Im Rahmen eines ersten Workshops wählt jede Klasse, Schüler- oder Jugendgruppe bzw. jede(r) Interessierte, der/die am Projekt »Nazi-Terror gegen Jugendliche« teilnehmen möchte, aus einer Liste von Opfern, über welche Schicksale er/sie forschen möchte. Die Auswahl wird mit dem Projektteam abgesprochen und auf der Website des Projekts veröffentlicht.
In verschiedenen weiteren Workshops und während der Dauer des Projekts erhalten die Arbeitsgruppen Infos, Hilfen und Unterstützung bei ihrer Recherchearbeit. Besonders sind wir ihnen bei Beschaffung von Information über Opfer behilflich. Zu zahlreichen Zeitzeugen und Zeitzeuginnen bestehen gute Kontakte, die wir gerne vermitteln.
Im Laufe der Beschäftigung mit den gewählten Lebensgeschichten überlegt sich jede Arbeitsgruppe auch, wie sie die erforschte Biographie in der Ausstellung präsentieren möchte. Hierfür gibt es viele Möglichkeiten:
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Interviews mit Zeitzeugen über ihr Schicksal und ihre Erfahrungen während der Nazi-Zeit können als Video oder Tonmitschnitt aufgezeichnet werden. Daraus können die Jugendlichen zum Beispiel einen Film oder eine Radiosendung produzieren. |
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Videos über die NS-Zeit in Freiburg oder Umgebung können entstehen. |
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Einzelne Lebensgeschichten können als Ausstellungstafeln gestaltet werden. |
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Zu recherchierten Schicksalen kann eine Powerpoint-Präsentation für die Ausstellung erstellt werden. |
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Für die Ausstellung kann eine Internetseite für die Homepage des Projekts erstellt werden. |
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Ein rekonstruierter Stadtplan von Freiburg für die Zeit von 1933-1945 kann den Naziterror in Freiburg veranschaulichen helfen. |
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Es können Theaterszenen erarbeitet werden (z. B. Eine jüdische Familie hat am 22.10.1940 eine Stunde Zeit zum Kofferpacken bis zur Deportation in das KZ Gurs ... ). |
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Natürlich sind auch eigene Vorschläge möglich. |
Wer kann mitmachen?
Teilnehmen können alle Jugendlichen, die
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mindestens 12 Jahre alt sind |
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sich für Geschichte interessieren |
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gerne mit anderen zusammenarbeiten |
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neugierig und kreativ sind |
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ihre guten Ideen verwirklichen wollen |
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als Einzelner, mit Freund oder Freundin, als Schulklasse, als Jugendgruppe, als Clique. |
Wenn ihr Fragen habt oder genaueres wissen wollt, meldet Euch einfach bei:
0761 / 477 0 777
oder
0761 / 70 75 995
oder
per eMail unter info@nazi-terror-gegen-jugendliche.de
Anmeldungen sind zur Zeit noch möglich.
Telefonisch unter 0761 / 70 75 995
per Fax unter 0761 / 31918 765 23
oder direkt hier.
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